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Organisation der Kultur

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Time and place

  • Mo 14:15-15:45, Room 05.012 ICS

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Der soziologische Kulturbegriff ist sowohl ein Grundbegriff der Soziologie und gleichzeitig weiterhin umkämpft, vor allem was seine Reichweite angeht. Kultur kann deshalb symbolische Orientierungen bezeichnen, Verhaltenserwartungen und institutionalisierte Handlungen/Kommunikationen. Der Organisationsbegriff scheint auf den ersten Blick eindeutiger - hier werden Typen/Formen koordinierten Handelns in den den Blick genommen. Allerdings haben sich auch Organisationstypen pluralisiert und in der organisationstheoretischen Debatte steht insbesondere die Frage nach den Grenzen von Organisationen im Fokus. Es kann allerdings mit 'Organisation der Kultur' auch schlicht diskutiert werden, wie Gesellschaften institutionalisierter Weise mit Kultur und ihren Artefakten umgehen und über welche Schnittstellen die Vermittlung von kulturellen Artefakten funktioniert: Kinos, Plattformen, Theater, Volkshochschulen, Volkstanzvereinen. Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt, dass Kulturorganisationen prekäre Organisationen sind, da ihnen nicht die Zuschreibung 'systemrelevant' zuteil geworden ist. Das Seminar will zum Einen das begriffliche Verhältnis von Organisation und Kultur beleuchten und zum anderen sich empirisch erarbeiten, welche Strategien Kulturorganisationen entwickeln, um ihrer gesellschaftlichen Prekarisierung zu begegnen. Damit verbunden ist die Problematisierung, ob Kulturorganisationen aufgrund ihrer besonderen Ausgangssituation (gesellschaftlicher Legitimierungsdruck) selbst 'kreative' Organisationen sind oder schlicht moderne Organisationen mit stark spezialisierten Zwecken sind. Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung statt. Es wird ausreichenden digitale Unterstützung geben Die Einführungssitzung ist am 18.10. Anmeldung über meincampus Prüfungsleistung: Hausarbeit

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg